Pädiatrische Kardiologie

Die Forschungsaktivitäten der Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin gliedern sich in drei verschiedene Projekte:

  1. Biokompatibilitätsuntersuchungen von kardiovaskulären Implantaten
  2. Auswirkungen der Cryoenergieapplikation auf das wachsende Myokard
  3. Metabolische Modulation und molekulare Regulation des kardialen Energiestoffwechsels bei Kindern mit zyanotischen Herzfehlern

Biokompatibilitätsuntersuchungen von kardiovaskulären Implantaten

In der Funktion eines nationalen Referenzzentrums für die histopathologische Aufarbeitung zur Untersuchung der Biokompatibilität von kardiovaskulären Implantaten werden im Labor der pädiatrischen Kardiologie eine Vielzahl von Explantaten (human und tierexperimentell), die aus dem In- und Ausland zugesandt werden, standardisiert aufgearbeitet und ausgewertet. Schwerpunkte der Untersuchungen bilden dabei Gewebereaktionen auf Gefäßstents, Okkluder für den Verschluss von Septumdefekten des Herzens, Pulmonalis-Conduits und Polyester-Implantate (aorto-pulmonale Shunts, Mustard-Baffles, Fontan-Tunnel).

Auswirkungen der Cryoenergieapplikation auf das wachsende Myokard

Bei Kindern und Jugendlichen mit supraventrikulären Tachycardien ist die Hochfrequenzstromablation des anatomischen Substrats ein etabliertes Behandlungsverfahren. Tierexperimentelle Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe am wachsenden Myokard haben gezeigt, dass die Applikation von Hochfrequenzstrom zu Obstruktionen der Koronarien und zu einer Zunahme der Läsionsgröße mit dem Wachstum führen kann. Unter diesem Aspekt untersuchten wir vergleichend am wachsenden Myokard die Cryoenergietechnik im Tierversuchsmodell. Basierend auf diesem Vergleich würde eine Empfehlung hinsichtlich der primär zu wählenden Energiequelle zur Ablation von arrhythmogenen Substraten bei Kindern möglich.

Metabolische Modulation und molekulare Regulation des kardialen Energiestoffwechsels bei Kindern mit zyanotischen Herzfehlern

Bei Kindern mit zyanotischen Herzfehlern muss das Herz - als besonders ischämie- und hypoxiesensibles Organ - oftmals für viele Jahre mit einem reduzierten Sauerstoffangebot arbeiten. Dies hat eine unphysiologische Adaptation des postnatalen kardialen Energiestoffwechsels zur Folge. Ziel unseres Projektes ist ein genaueres Verständnis des kardialen Energiestoffwechsels in hypoxisch-ischämischen Situationen mit Augenmerk auf zwei zentrale Regulatoren, die Transkriptionsfaktoren der Peroxisome Proliferator Activated Receptors (PPAR) Familie und die AMP aktivierte Protein Kinase (AMPK). Basierend auf den gewonnen Einsichten kann möglicherweise die Therapie von Kindern mit zyanotischen Herzfehlern in Zukunft durch gezielte kardiale Stoffwechselmodulation optimiert werden.
Ansprechpartner / Kontakt
PD Dr. med. Matthias Sigler
Telefon:
0551-39-6233
E-Mail:
msigler@gwdg.de
Dr. med. Thomas Kriebel
Telefon:
0551-39-6233
E-Mail:
tkriebe@gwdg.de
Dr. rer. nat. Thomas Quentin
Telefon:
0551-39-6233
E-Mail:
quentin892@hotmail.com
Dr. med. Heike Schneider
Telefon:
0551-39-6267
E-Mail:
hschnei5@gwdg.de
Dr. med. Michael Steinmetz
Telefon:
0551-39-6233
E-Mail:
msteinm@gwdg.de
Downloads
Publikationen
13,21 KB