Klinische Elektrophysiologie
Im Elektrophysiologielabor werden vorwiegend Herzrhythmusstörungen wie z.B. Vorhofflimmern untersucht und behandelt. Der Eingriff dient dazu, Art und Ausmaß der Störungen Ihres Herzschlages genau zu beurteilen, so dass eine geeignete Behandlung geplant werden kann. Seit März 2007 steht dem Labor ein hochmodernes Gerät mit Magnetnavigation zur Verfügung. Durch zwei große Magneten können die Katheter präzise gesteuert werden, um dann die Entstehungsorte von Herz-Rhythmusstörungen im Herzen gezielt und sicher zu veröden. Das neue Verfahren, das neben Göttingen nun noch in zehn weiteren Kliniken in Deutschland angeboten wird, vermindert die Untersuchungsdauer und die Strahlenbelastung.
Ursache für schnelle Herzrhythmusstörungen können neue Impulsgeber oder zusätzliche Leitungsbahnen sein, die zusätzlich zu dem natürlichen Impulsgeber des Herzens, dem Sinusknoten, entstehen. Diese zusätzlichen Bahnen oder Impulsgeber können durch entsprechende Katheterverfahren identifiziert werden. Anschließend ist eine Verödung über spezielle Katheter unter Verwendung von Wärme oder Kälte möglich.
Elektrophysiologielabor / Leitender Arzt des Schwerpunkts Klinische Elektrophysiologie
