Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin
Die Abteilung für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin wird von Prof. Dr. Thomas Paul geleitet. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Schwerpunktprofessur für Kinderherzchirurgie in Person von Prof. Dr. Wolfgang Ruschewski.
In der Kinderkardiologie Göttingen werden sämtliche diagnostische und therapeutische Eingriffe bei Kindern mit angeborenen und erworbenen Herzfehlern bzw. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems inkl. Herzrhythmusstörungen durchgeführt. Die Einbettung der Kinderkardiologie in die Kinderklinik des Universitätsklinikums Göttingen erlaubt es darüber hinaus, dass eine optimale Versorgung auch für Erkrankungen, welche nicht direkt das Herz-Kreislaufsystem betreffen, garantiert ist.
Ambulante Versorgung
Für junge Patienten mit Herzrhytmusstörungen, für Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern, für Kinder mit Herzschrittmachern sowie Patienten mit Williams-Beuren-Syndrom, Marfan-Syndrom und Noonan-Syndrom bieten wir Spezialsprechstunden an. In den Funktionslabors werden Ultraschalluntersuchungen des Herzens (inkl. transösophageale und vorgeburtliche Untersuchungen) und Belastungstests bei Kindern aller Altersgruppen durchgeführt.
Das moderne Herzkatheterlabor ist mit einer biplanen digitalen Röntgenanlage ausgestattet. Hier erfolgen sämtliche diagnostische und interventionelle Herzkathetereingriffe (u. a. Eröffnung von Herzklappen, Verschluss von Scheidewanddefekten, Sprengung von Herzklappen und Aufdehnung von Gefäßverengungen bzw. Stenteinlage). Zudem erfolgt die invasive Diagnostik und Behandlung sämtlicher Formen von Herzrhythmusstörungen im Kindesalter. Für junge Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzrhythmusstörungen stehen ein 3-dimensionales Non-Contact-Mappingsystem sowie elektrophysiologische Untersuchungen mit Magnetsteuerung (Stereotaxis) zur Verfügung.
Die Normalstation ist als Überwachungsstation ausgelegt. Sie verfügt über eine telemetrische Monitoringanlage. Kinder, die ständig überwacht werden müssen, haben hierdurch den Vorteil der Bewegungsfreiheit.
Eine Übernachtungsmöglichkeit auf der Normalstation oder im nahe gelegenen Elternhaus bietet den Eltern die Möglichkeit, die ganze Zeit bei ihrem Kind zu sein.
Auf den Intensivstationen werden schwerstkranke Kinder mit allen pädiatrischen Krankheitsbildern sowie Kinder nach operativen Eingriffen intensivmedizinisch behandelt und überwacht. Der Schwerpunkt der Station liegt in der prä- und postoperativen Behandlung herzoperierter Neugeborener, Säuglinge und Kinder. Darüber hinaus gehören die neonatologische Intensivstation sowie die Neugeborenenstation (Station 0132) zur Abteilung.
Weitere Schwerpunkte der Abteilung sind die Forschung und die Ausbildung von Medizinstudenten.

